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Knut
Hüneke
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04.11. - 03.12.17,
Offtime,
Gemeinsame Installation
Vernissage: 03. 11. 17, 20 Uhr

1997, Skulpturenensemble bei Fayjum, Umm-el-Sawwan, Ägypten (Libysche Wüste)

Die große Semi-Oase von Fayjum ist vom Nilwasser gespeist und breitet sich westlich des Niltales in der Libyschen Wüste aus.
Im mittleren Reich haben die Pharaonen den riesigen Moerissee teilweise trocken gelegt und es entstand eine ausgedehnte landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Wegen der zahlreichen Krokodile waren die Tempel in der Gegend dem Krokodilgott Sobek geweiht. Ein solcher Tempel, den ich viele Male aufgesucht habe, befindet sich heute in einer vegetationslosen, vollariden Zone. Warum der Tempel gerade dort, fernab jeder menschlichen Behausung gebaut wurde, ist eines der vielen Rätsel, die diese Gegend, aufgibt. Spuren von Bergbautätigkeit sowie prähistorische Artefakte lassen sich an vielen Stellen im Gelände ausmachen. Hier verspürte ich zum ersten Mal die innere Regung, eine Landschaft mit einer Figurengruppe zu „kommentieren”, ihr gleichsam ein weiteres Rätsel hinzuzufügen, denn der ahnungslose Besucher in der Wüste wurde durch kein Zeichen und kein Schild darüber informiert, was diese Skulpturen dort sollen und wer sie hergebracht hat.